WB wie Wahnsinnig Befüllt – Sprinterbus S75 Münster – Borken – Bocholt: Eine Tortur!
Geschrieben von Markus in UnterwegsUpdate: Mittlerweile wurde ein neuer Doppeldecker Bus angeschafft und der S75 Sprinterbus fährt nun auch stündlich. Deswegen kommt es nur noch selten vor, dass der Bus so voll ist, wie auf dem Bild unten.
Da ich ungern ganze Artikel lösche und auch schon viel kommentiert wurde (danke), lasse ich den Artikel in seiner Ursprungsform online.
E – wie Entspannung
Wenn Sie stressfrei unterwegs sein wollen, dann nutzen Sie den Sprinterbus. Sie bereiten einen Termin vor, genießen die Landschaft oder klönen mit Ihrem Nachbarn. Das Fahren überlassen Sie uns.
E – wie ENDLICH RAUS HIER
Als Student ist man oft auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Besonders praktisch im Semesterbeirtrag der Universität Münster, knapp 135 Euro pro Semester, ist bereits ein sogenanntes Semesterticket enthalten (Anteil 66,10 Euro). Dafür lassen sich alle städtischen Busse und auch weitere, regionale Bus- und Zugverbindungen nutzen.
Die Linie S75 von Münster nach Bocholt, die ich häufiger nutze und für normale Fahrgäste knapp 10 Euro pro Fahrt kostet, gehört auch dazu. Diese pendelt schon seit einiger Zeit, nahezu stündlich, zwischen Münster und Bocholt. Gehalten wird unter anderem in Dülmen, Reken-Maria Veen, Heiden, Borken und Rhede.
Doch anscheinend ist die Westfalen Bus GmbH unfähig in ihren Bussen ein Mindestmaß an Raumfreiheit und Komfort zu gewährleisten. Zwar muss ich den Busfahrern zu Gute halten, dass bei der Strecke Münster – Borken pflichtgemäß dafür gesorgt wird, dass keiner stehen muss, dies ist aber wohl eher durch die Zeit auf dem Stück Autobahn zu begründen, in der die Passagiere rechtlich gar nicht in den Gängen stehen dürfen.
Umwelt, Komfort, Zukunft…
Mir ist schon klar, dass ich mit dem Busticket nur die Beförderung erwerbe, nicht etwa einen Sitzplatz. Aber mal ehrlich: Das große, unschlagbare Argument aller öffentlichen Verkehrsmittel ist der Umweltschutz. Und gerade bei einer Linie, wie die S75, die besonders von jungen Menschen frequentiert wird, sollte man doch dafür sorgen, dass die Nutzung dieser alternativen Beförderungsmittel, nicht jedes mal ein unangenehmes Erlebnis wird, sondern die Zeit im Bus auch wirklich, wie auf der wb GmbH Homepage beworben, zur Entspannung genutzt werden kann.
Nur so werden vielleicht auch Menschen, die in jungen Jahren nur aus finanziellen Gründen eine Busverbindung nutzen, im erwachsenen Alter zu Kunden, die regelmäßig und auch gerne die Dienste der öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch nehmen.
Auch wenn für die Strecke Münster – Bocholt unter anderem auch moderne Doppeldeckerbusse eingesetzt werden, kann ich nicht nachvollziehen, wie man es über einen so langen Zeitraum nicht schafft, konstant eine halbwegs angenehme Fahrt – ohne Gedrängel – zu gewährleisten.
Für mich ein profitorientiertes Denken und Handeln, welches sich auf Lange sicht, hoffentlich nicht auszahlen wird.








Einträge (RSS)