Ein Ding der Unmöglichkeit? Ich war zum ersten mal in Bielefeld! Und es war schön…

von Markus am 28. Mai 2009

Schon viele Theorien wurden aufgestellt, was wohl passieren möge, wenn man den Versuch unternimmt, nach Bielefeld zu fahren. Mit der Befürchtung von der Welt zu fallen oder von Aliens entführt zu werden, machte ich mich schließlich doch auf den Weg.

Denn laut der Bielefeldverschwörung soll SIE (die Stadt) nämlich gar nicht existieren! Auch wenn jetzt der Verdacht aufkommen könnte, ich sei in diesem ganzen Komplott eingebunden und wollte in Wirklichkeit “die Wahrheit” untergraben, kann ich nur sagen: Bielefeld existiert. Und ist eine schöne Stadt :) Hier werde ich einfach mal die einzelnen Stationen von Bielefeld aufführen, die ich an dem Tag abgeklappert habe.

Leineweber-Markt

Wonder Wheel - Riesenrad auf dem Leineweber Markt

Nachdem ich tatsächlich nicht von der Erde gefallen und auch wirklich keine Aliens aufgekreuzt sind (glaub ich zumindest), machte ich mich vom Bahnhof auf den Weg Richtung Innenstadt. Dort waren Schausteller gerade damit beschäftigt, den Leineweber-Markt aufzubauen. Das Riesenrad “Wonder Wheel” stand bereits komplett. Auch die ganzen Würstchenbuden waren schon aufgebaut. Leider öffnete das Fest erst am nächsten Tag die Pforten, sodass ich leider nicht testen konnte, ob ein Würstchen auf dem Leineweber-Markt auch gut schmeckt.

Altstädter Nikolaikirche

Altstädter Nikolaikirche in Bielefeld

Relativ zentral in der Altstadt gelegen konnte man auch schon die Nikolaikirche sehen, die über einen der Antwerpener Altäre verfügt.  Während der Messe wollte ich aber nicht stören, sodass ich dort leider kein Foto machen konnte.

Neustädter Marienkirche

Neustädter Marienkirche in Bielefeld

Die im Gotik-Stil gebaute Kirche liegt ganz in der Nähe der Sparrenburg, auf welche ich gleich noch “zu sprechen” komme. In ihr ist der Bielefelder Marienaltar, der wahrscheinlich im Jahr 1400 angefertigt bzw. geweiht wurde, zu sehen.

Bielefelder Marienaltar

Wie bedeutend der Marienaltar ist, zeigt vielleicht, dass zwei der fehlenden Altarbilder sich zur Zeit sogar in New York im dortigen Metropolitan Museum of Art befinden.

Spiegelhof – Naturkundemuseum

Spiegelhof in Bielefeld

Der Spiegelhof, einer der alten Adelshöfe, wurde in das Bielefelder Naturkundemuseum umgewandelt. Während bei meinem Besuch im unteren Bereich des Spiegelhofs eine eher langweilige Ausstellung mit, wie im Schulbuch aufbereitetem Wissen über Bionik, unter dem Motto “Lernen von der Natur” zu sehen war konnte man in der viel interessanteren Dauerausstellung “ausSterben – überLeben” eine Zeitreise unternehmen:

Aufzug Zeitmaschine

Mit einem spacigen, mit Schwarzlicht ausgeleuchteten Aufzug, besser gesagt einer Zeitmaschine, wird man in das Jahr 2525 befördert und trifft auf dort bereits ausgestorbene Tierarten wie den Eisbären, einem Orang-Utan oder auch normale Haustiere.

Eisbär Naturkundemuseum

Ich kann mir vorstellen, dass besonders für Kinder die futuristischen Räumlichkeiten der Dauerausstellung Eindruck machen. Gleichzeitig wird man auch schon direkt nach Beginn der Zeitreise stimmlich durch die Ausstellung geführt und erhält so noch einige, zusätzliche Informationen.

Naturkundemuseum Bielefeld Dauerausstellung

Sparrenburg

Sparrenburg Bielefeld

Die Sparrenburg ist das Wahrzeichen Bielefelds. Mit ihrer Festungsanlage liegt die Sparrenburg 180 m über Normalnull im Teutoburger Wald. Schon von der Festungsanlage aus hat man einen recht guten Ausblick auf die Stadt.

Mit Studententicket habe ich mich dann für einen Euro auf die 37 Meter hohen Burgturm getraut und hatte so einen riesigen Ausblick über Bielefeld.

Ausblick von der Sparrenburg Bielefeld 1

Ausblick von der Sparrenburg Bielefeld 2

Besonders hilfreich bei dem Entdecken bekannter Gebäude oder Gebiete ist die Beschilderung der Stadt auf dem Turm selber. Gebäude wie die Bibliothek, die Kunsthalle oder die SchücoArena lassen sich so schnell finden.

Einkerbung Sparrenburg Bielefeld

Ganz interessant sind auch die verschiedensten “Einritzungen” in die Burg, die teilweise erst wenige Tage aber manchmal auch viele Jahrzehnte zurückliegen.

Wer bei der Burg Hunger oder Durst bekommt, kann entweder zum Kiosk gehen oder im Restaurant Sparrenburg dinieren. Letzteres hat jedoch aus Sicht des Studenten ein etwas hohes Preisniveau mit Hauptspeisen zwischen 15 und 25 Euro.

Botanischer Garten

Botanischer Garten Bielefeld

Zwar bietet der Botanische Garten in Bielefeld keine Gewächshäuser in denen, wie zum Beispiel in Münster, sehr  exotische Pflanzen zu finden sind, aber der Park ist trotzdem nicht weniger interessant. Viele verschiedene Blumen und Bäume habe ich dort gesehen.

Blume - Botanischer Garten Bielfeld

Fazit: Nettes, schönes Städtchen

Bielefeld hat mir als Stadt sehr gut gefallen. Neben den genannten, eher touristischen Zielen, gibt es auch noch eine schöne Innenstadt mit zahlreichen Cafés und Restaurants, sowie ein auf den ersten Blick reichhaltiges Kulturprogramm.

Jeder der immer noch nicht glaubt, dass es Bielefeld tatsächlich gibt und in der Nähe wohnt, sollte sich doch einfach mal an einem sonnigen Tag in den Zug oder ins Auto setzen und einen Ausflug unternehmen.

Vielleicht werde ich in Zukunft noch mal öfter solche kleine Städtetouren unternehmen. Würde auch ein bisschen mehr zur Adresse des Blogs passen. Bielefeld habe ich auf jeden fall schon aufgesucht. :-)

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