alte-frau-voegel
Bild: soylentgreen23 | Lizenz

An Alzheimer erkrankte Menschen leiden oft, besonders im fortgeschrittenem Demenzstadium, an Orientierungslosigkeit. Sie erkennen keine bekannten Personen, Gegenstände und Umgebungen mehr wieder.

Besonders die Orientierungslosigkeit kann für Alzheimer-Patienten eine immense Gefahr für sich selbst darstellen, da sie sich verletzten könnten oder auch ihrer eventuell schon vorhandenen, körperlichen Gebrechlichkeit in menschenarmen Gegenden wie Wäldern hilflos ausgeliefert sind.

Ortung durch GPS-Chip im Schuh des Alzheimer-Kranken

Das US-Amerikanisch Unternehmen GTXcorp beabsichtigt in naher Zukunft Schuhe mit eingebautem GPS-Chip auf den Markt zu bringen. Diese werden preislich wahrscheinlich zwischen $200 und $300, also zwischen 140 und 220€ liegen.

Besorgte Verwandte können über ein Interface eine “Safe-Zone” definieren, welche einen Bereich festlegt, in welchem sich die Träger der Schuhe aufhalten dürfen. Sobald diese Grenze überschritten wird, kann z.B. automatisch eine SMS-Nachricht verschickt werden, sodass Verwandte schnell intervenieren können.

ältere Frau mit Tasche in der Hand
Bild: Ed Yourdon | Lizenz

Nutzen vs. Datenschutzbedenken

Meiner Meinung nach, rechtfertigt das höhere Schutzbedürfnis der kranken Menschen eine Maßnahme, wie die Ausstattung mit einem GPS-Sender. Doch kritisch wird es, wenn diese Technik, wie hier z.B. im Schuh, auch in anderen Bereichen angewandt wird.

Was haltet ihr von dieser Technik?

  • Blog
    Im Endeffekt kann ein Handy genauso gut geortet werden und kostet weniger
  • Ich finde die Idee nicht schlecht. Eventuell auch für kleine Kinder sinnvoll?
  • Vielen Dank für diesen doch sehr lehrreichen Beitrag!
  • sarahwunderberg
    Das ist eine interessante Idee. Finde das für die Senioren sowieso viel zu wenig in Sachen Unternehmertum gemacht wird.
  • Die Idee ist super,sollte auf keinen als Zwangüberwachung angesehen werden.Es soll schon gemeinnnützig eingesetzt werden.
    Chika
  • Ich finde die Idee, bei (meist älteren) Menschen mit Schwierigkeiten der Orientierung, in die Kleidung einen GPS-Sender einzulassen. Besonders bei älteren Menschen, die ggf. in Pflege- oder Altenheimen untergebracht sind.

    Allerdings sollte das nicht zu einer Zwangsüberwachung ausarten, sondern nur dort gemacht werden, wo der Betroffene oder dessen Angehörige dies wünschen. Dann würden Meldungen, wo Orientierlungslose in der Weltgeschichte umherirren, sicherlich reduziert werden.
  • sehe ich auch so! Danke für deinen Kommentar und sorry für die späte Rückmeldung
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